Kooperation "Jugendamt und Schule"

1. Soziale Netzwerke in Schulen (SiS)

In Zusammenarbeit von fünf Netzwerkspartnern der RAG-3 entstand zwischen Oktober und November 2012 das Präventionstheaterstück „Soziale Netzwerke in Schulen“ (SiS) an der Reinhold-Otto-Grundschule. Regie und Produktion übernahm das GRIPS in enger Zusammenarbeit mit der Schule. Den Vorsitz hatte das Jugendamt von Charlottenburg-Wilmersdorf. Videoproduktion und ein eigens für dieses Projekt entwickeltes Materialheft sorgen bis heute für die Nachhaltigkeit der Ergebnisse.

Diesem Projekt ging die Einsicht der RAG-3 voran, dass Kinder ab der fünften Klasse für das Online-Medium sensibilisiert werden sollten, um die Begeisterung für die Online-Welt zu erhalten und möglichen Gefahren möglichst im Vorfeld wirksam zu begegnen.

Die Aufführung fand Ende November 2012 statt. Herr Syska, Rektor der Reinhold-Otto-Grundschule, schreibt:

Sehr geehrte Frau Ritchie, Frau Grünschlag und Herr Lüneberg, Frau Scholz, Frau Tosuner,
ich danke Ihnen, dass Sie dieses Projekt ermöglicht und begleitet haben. Hier der Auszug aus dem weekly update an meine Kolleginnen und Kollegen und in fast identischer Form an die Elternvertreter meiner Schule:

Weekly update  (15) vom 26.11.2012 / - Einige Termine, Informationen, Hinweise und Bemerkungen

  • Theater der 5a: Am Freitag, 23.11. um 16 h startete die Premiere vor (fast) voller Aula. Wenn man bedenkt, dass es sich um knapp zehnjährige Kinder handelt, die in kurzer Zeit ein sehenswertes Stück zu dem wichtigen Thema „Cyber-Mobbing“ entwickelt und aufführungsreif gemacht haben, dann war das Abgelieferte eine bemerkenswerte Leistung! Nutzen Sie die Aufführung zur Diskussion in Ihren Klassen. Sie können sich sicher „Referenten“ aus der Theatergruppe einladen.
  • Dank an Frau Herrmann und Frau Klatt, den Regisseurinnen vom Grips, an Herrn Lüneberg vom Jugendamt, an Frau Scholz von Family & Friends e. V., Frau Tosuner von der Polizei und Frau Ritchie von AmBerCo, die allesamt Initiatoren, Wegbegleiter, Inputgeber und ... waren.
  • Gäste aus anderen Schulen und etliche Eltern dieser Klasse waren bei mir und haben sich hoch erfreut darüber gezeigt, dass ihre Kinder diese Erfahrungen an unserer Schule machen durften und bedankten sich dafür – was ich hiermit an Frau Schäfer weitergebe!

Mit freundlichen Grüßen
J. Syska
Schulleiter

Die ausführliche Dokumentation mit Materialheft sowie Making-Of und Aufführung auf DVD sind gegen einen symbolischen Beitrag von 5 Euro erhältlich bei: Reinhold-Otto-Grundschule, Frau Schäfer, Reinhold-Otto-GS@t-online.de, Betreff: Soziale Netzwerke in Schulen (SiS). 

Was noch? Das Projekt geht derzeit in die zweite Runde. Wo? An der Dietrich-Bonhoeffer-Grundschule! Die dritte Runde ist in Vorbereitung ...

***********

Das Landesamt für Schule und Medien Berlin-Brandenburg ist Veranstalter der 2. Fachtagung CYBERMOBBING IST NICHT COOL.

Die Kooperationspartner aus der Reinhold-Otto-Grundschule, dem GRIPS und Family  & Friends e. V. stellten ihre Erfahrungen aus dem Projekt und dem Präventionstheater bei einem Workshop "Till und Lilly und die Geschichte mit dem Foto" zur Verfügung. Nähere Informationen bei www.lisum.berlin-brandenburg.de.

Nachdem das Kooperationsteam bei LISUM eine - auch im Vergleich, denn es gab 4 Workshopangebote - bemerkenswerte Präsentation da gelassen hat, gibt es erneut die Chance, sich über Inhalt und Darreichungsform des Präventionsprojekts im Hause der Entstehung zu informieren:

Montag, 11. März 2013, ab 15.00 Uhr
Reinhold-Otto-Grundschule,
Leistikowstraße 7 - 8, 14050 Berlin.

Interessierte dürfen selbstverständlich schon ab 13.00 Uhr vor Ort sein, um der Regionalen Arbeitsgruppe (RAG-3) bei der Besprechung kinder- und jugendrelevanter Themen zur Seite zu stehen. Damit Ihnen ein Platz reserviert werden kann, wird um vorherige Anmeldung gebeten bei veronika.gruenschlag@charlottenburg-wilmersdorf.de. Danke.

 

2. Gezielte Sport- und Bewegungsangebote für Schulen

Nachdem das Projekt „Kick“ zu Gunsten von „Bildungsgutscheinen“ eingestellt worden war, galt es Kooperationen zwischen Schule und Vereinen zu initiieren mit dem Ziel

  • Kinder und Jugendliche sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten in der Freizeit anzubieten,

  • dieses Angebot auch in „mehr Bewegung“ neben immer mehr Schule und Hausaufgaben münden zu lassen

  • dies auch als Präventivmaßnahmen hinsichtlich Gesundheit und sozialer Einbindung in Bereichen der Freizeitgestaltung zu verstehen

  • geeignete Kooperationspartner für Schulen, insbesondere für Kinder ab viertem oder fünftem Schuljahr zu gewinnen.

Fünf Netzwerkpartner der RAG-3 fanden zur „Unter-AG Sport“ unter dem Vorsitz des Jugendamts zusammen.

Mittels eines von der Unter-AG Sport entworfenen Fragebogens wurde im Juni 2011 der jeweilige Bedarf an repräsentativen Grundschulen der Region 3 ermittelt. Befragt wurden Kinder, Eltern sowie Lehrer und Lehrerinnen.

Die Ergebnisse lagen alsbald vor und wurden bei der RAG-Sitzung im Oktober 2011 vorgestellt.

Im Mittel war der Wunsch der Eltern zu hören, dass ihre Kinder verstärkt Sportangebote wahrnehmen (sollten). Alle Beteiligten waren mit den Angebot an den Schulen durchaus zufrieden. Es gab verschiedenen Gründe, die die Teilnahme mitunter beschränkten: Entweder die Veranstaltungszeiten lagen ungünstig oder die Angebote waren nicht altersgerecht oder auch nicht interessant.

Ballsportarten waren zum Befragungszeitpunkt allseits beliebt. Auch das Angebot von Kampfsportarten wurde gern wahrgenommen. Insgesamt dürfe das Angebot gern mit Tanzen oder Aerobic, Turnen, Gymnastik, Akrobatik oder Zirkus, Tennis und Tischtennis, Badminton und Segeln ausgebaut werden.

Seither werden den Grundschulen Zug um Zug Vorschläge für die Einbindung von Kooperationspartnern an Schulen gemacht. Eine Schule hat einen Fachbereich „Segeln“ eröffnet. Andere arbeiten daran, dass Kinder nach dem jahrgangsübergreifenden Lernen schneller zu festen Klassengemeinschaften zusammenwachsen und initiieren zum Beispiel eine Zirkuswoche bei einem Berliner Mitmach-Zirkus. Auch Tanz-Kooperationen werden derzeit geprüft.